Das Xiaomi Mi Max 3: Ein Telefon für Leute mit riesigen Händen

 

Jede Sache hat irgendwann bei Null angefangen. Beim Smartphone war es nicht anders, denn im Vergleich zu den Anfangsjahren (ab 2007) haben sich die Geräte deutlich verändert. Lange galten Modelle mit einem 5 oder 5,5 Zoll großen Display als das Maximum und wurden zum Teil als „Phablets“ bezeichnet, doch heute sind solche Zahlen Standard. Hätte Xiaomi damals das Mi Max 3 vorgestellt, dann hätte man das Unternehmen sehr wahrscheinlich für verrückt gehalten. Zu einem kleinen Teil wird man das aber auch heute tun, denn der Hersteller verbaut sage und schreibe 6,9 Zoll ins Gehäuse. Solche Ausmaße sind absolute Ausnahmen, nicht einmal Samsung verarbeitet bislang bei seiner Note-Reihe solche Größen. Doch welchen Nutzen hat so viel Fläche und wie ist das Phablet ansonsten ausgestattet?

Ein Blick ins Datenblatt

Vor den Angaben zur Hardware sei gesagt, dass es sich um kein Flaggschiff handelt. Es sind demnach nicht die leistungsstärksten Komponenten drinnen, allerdings ist das Gesamtpaket – vor allem in Bezug auf den Preis – ordentlich und sehr fair. Man bekommt zum Beispiel ein Unibody Metallgehäuse, welches die 6,9 Zoll im 18:9 Format fest in seiner Position hält. Die Auflösung des Monsters liegt bei FHD+, es sind also 2.160 x 1.080 Pixel. Die CPU arbeitet unter dem Namen Snapdragon 636, es kommt demnach ein Prozessor aus dem Hause Qualcomm zum Einsatz. Die Kerne mit einer maximalen Taktfrequenz von 1,8 GHz bekommen als GPU eine Adreno 509 zur Seite gestellt. Beim Thema Speicher hat der Käufer zwei Optionen: Er kann zu 4 GB Arbeitsspeicher mit 64 GB internem Speicher oder zu 6 GB RAM mit 128 GB internem Speicher greifen. Eine Erweiterung via microSD-Speicherkarte ist bei Verzicht auf die Dual-SIM-Funktion möglich (bis zu 256 GB).

Einen großen Pluspunkt erntet das Xiaomi Mi Max 3 für die LTE-Band-20-Unterstützung. Es eignet sich also auch für deutsche Nutzer, was zum Beispiel beim Vorgänger gefehlt hat. Auch die weiteren Empfangsstandards können sich sehen lassen und zeigen sich in WLAN-ac und in Bluetooth 5.0. Die Rückseite ist übrigens nicht nur mit Kameralinsen, sondern auch mit einem Fingerabdrucksensor ausgestattet. Weitere Highlights sind ein Klinkenstecker und USB-Type-C.

Die Kameras und der Akku

Das Phablet von Xiaomi konnte dem Zug der Dual-Kameras nicht entkommen. Das heißt, dass der Nutzer hinten auf 12 und auf 5 Megapixel zurückgreifen kann. Die Blende ist eine f/1.9, außerdem gibt es einen Dual-Pixel Autofokus und eine elektronische Bildstabilisierung. Auf der Vorderseite beträgt die Auflösung 8 Megapixel. Nicht zu vergessen ist der Akku, der mit 5.500 mAh ebenfalls überdurchschnittlich groß ausfällt (wie auch der Bildschirm). Im Zusammenspiel mit dem Prozessor sollte es nicht nur zu grandiosen Laufzeiten kommen, sondern die Batterie lässt sich auch per Quick-Charge 3.0 aufladen. Demnach ist mit etwa 2 Stunden für einen vollen Ladevorgang zu rechnen.

Große Hände sind Pflicht

Das Android-Smartphone sticht mit seiner Größe und seinem Akku aus der Masse hervor. Zu den Zielgruppen des Geräts gehören Gamer, die auf lange Laufzeiten und auf ein großes Display angewiesen sind. Im Alltag hingegen können kleinere Probleme nicht ausgeschlossen werden, vor allem das Unterbringen der 6,9 Zoll kann manchmal eine Herausforderung sein. Über das Preis-Leistungs-Verhältnis muss man sich bei Xiaomi wie immer keine Sorgen machen, es ist schlicht und ergreifend fair.

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